Mit Achtsamkeit zu mehr Lebensqualität

Wer sich selbst und den Erfahrungen des Alltags achtsam begegnet, hat mehr vom Leben. Doch was heißt Achtsamkeit überhaupt? In vielen Bereichen des Privat- und Berufslebens wird davon gesprochen, doch viele wissen nicht, was eigentlich damit gemeint ist. Achtsam durch den Tag zu gehen bedeutet im Hier und Jetzt zu leben. In der heutigen Zeit wo Stress und Hektik das Leben dominieren, ist das gar nicht so einfach. Achtsam zu sein bedeutet zu beobachten ohne dabei eine Wertung abzugeben. Dieser Fokus auf das was passiert, kann sich sowohl auf die Außenwelt als auch auf das Innenleben konzentrieren. Da die meisten Menschen ständig unter Druck und in Zeitnot sind, haben viele verlernt, mit allen fünf Sinnen wahrzunehmen was rundherum passiert. Achtsam die Umwelt zu betrachtet beinhaltet alle fünf Sinne: das Sehen, Hören, Reichen, Schmecken und Fühlen. Um sich selbst achtsam zu begegnen, muss man sich intensiv mit seinen Emotionen, Empfindungen und Werten auseinandersetzen. Vieles von dem was man denkt und fühlt, resultiert aus Erfahrungen und Überzeugungen, die zum Teil aus der Kindheit stammen.

Welche Vorteile bringt Achtsamkeit?
Wer sich intensiv mit Achtsamkeit beschäftigt, lernt sich selbst besser kennen. Da man dabei lernt, zu spüren wie es Körper und Seele wirklich geht, kann man negative Emotionen besser verstehen. Achtsamkeit bedeutet, sich in Geduld zu üben und zu realisieren, dass auch unangenehme Situationen wieder vergehen. Am Anfang fällt es den meisten Menschen schwer, sich nur auf eine Tätigkeit oder für kurze Zeit nur auf das Innenleben zu konzentrieren. Die positiven Effekte werden spürbar, wenn man Achtsamkeit in den Alltag integriert und regelmäßig übt. Hat man die persönliche Wahrnehmung erst einmal entsprechend geschult, wird man auch eine Veränderung im Kontakt mit anderen Menschen feststellen. Man ist sowohl im Beruf als auch im Alltag präsent, wenn man lernt die Gedanken auf das Gesprächsthema zu fokussieren und nicht bei jedem Treffen schon daran denkt, was als nächstes zu tun ist. Wer spielende Kleinkinder beobachtet, erkennt schnell was Achtsamkeit bedeutet. Sie sind meist komplett in ihr Spiel vertieft, vergessen die Zeit und nehmen die Umwelt nur gedämpft war. Leider geht den meisten Menschen diese Gabe verloren – es ist allerdings nie zu spät daran zu arbeiten, sie wieder zu erlangen.

Übungen für mehr Achtsamkeit
Ein guter Einstieg in ein achtsameres Leben ist, sich eine Achtsamkeitsmassage zu gönnen, wo gezielt auf seelisches und körperliches Ungleichgewicht eingegangen wird. Ein Massabebuch mit Massageanleitung gibt einen idealen Einblick in achtsame Berührungen. Mit ein wenig Konsequenz kann man Achtsamkeit in kleinen Schritten erlernen und ins Leben integrieren. Ein wichtiges Element dazu ist die Konzentration auf den Atem. Eine leicht durchzuführende Übung ist, sich einige Minuten das Ein- und Ausatmen richtig bewusst zu machen. Ideal wäre es, wenn man gleich nach dem Aufwachen noch einige Minuten im Bett verweilt und sich wenige Minuten Zeit nimmt, um den Atem zu spüren. Sogar Alltagstätigkeiten wie das Zähneputzen und Geschirrspülen kann man achtsam gestalten. Wichtig dabei ist, mit allen Sinnen zu spüren, wie sich diese Tätigkeiten anfühlen. Wie riecht die Zahnpasta, wie schmeckt sie in meinem Mund, wie fühlen sich die Borsten der Zahnbürste an, was höre und sehe ich während des Zähneputzens? Eine der selbstverständlichsten Tätigkeiten bereitet vielen Menschen große Probleme: Achtsamkeit beim Essen ist für Anfänger besonders schwer. Viele essen zu bestimmten Uhrzeiten, immer „muss“ der Teller leer gegessen werden – die Achtsamkeit geht dabei verloren. Als Übung für den Anfang nimmt man sich am besten ein Stück Obst und isst es achtsam. Man spürt zum Beispiel, wie es sich anfühlt eine Orange zu schälen, nimmt die kräftige Farbe und den sauren Geschmack bewusst wahr.

Bild:  Scott Liddell / freeimages.com

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