Heute mal ein paar Infos für alle, die genau wie ich sehr skeptisch sind, was einem die großen Energieversorger verkaufen wollen. Gerade jetzt, wo die Atomkatastrophe in Japan tausende Bürger hierzulande dazu veranlasst, in einem Ökostrom Tarif zu wechseln, sollte man genau hinschauen, um nicht doch nur vermeintlich sauberen Strom zu erhalten. Schließlich gibt es Viele, die sich einen solchen Trend zu Nutze machen wollen. Wer sichergehen will, dass er beim Stromanbieter Wechsel wirklich grüne Energie erhält oder seinen jetzigen Ökostromtarif auf „Reinheit“ überprüfen will, kann mit den folgenden Zertifikaten sichergehen. Beziehungsweise „sicherer“, denn nicht alle Zertifikate beweisen den tatsächlichen Klimaschutz.
Das „Grüner Strom Label“
Das Label ist eines der Gütesiegel mit den striktesten Kriterien und wird nur den Tarifen verliehen, die nachweislich ausschließlich durch regenerative Energieträger oder aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gespeist werden, in denen keine fossilen Energieträger zum Einsatz kommen. Ein Emissionshandel bei dem die Klimazertifikate anderer Anlagen, die mit regenerativen Energien Strom erzeugen, ist bei diesem Label untersagt.
Das OK-power Label
Nicht ganz so rigide wie vorgenanntes Gütesiegel ist das OK-power Label. Hier werden auch gewöhnliche KWK Anlagen einbezogen. Voraussetzung ist nur, dass der Betreiber mehr in den Ausbau der regenerativen Energien investiert, als im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vorgeschrieben wird. Wie viel das sein muss, ist nicht vorgeschrieben, weswegen das OK-power Label relativ oft vergeben wird.
TÜV Zertifikate
Der TÜV macht seinem weltweit guten Namen auch in Sachen Ökostromzertifikate alle Ehre und vergibt seine Zertifikate nur an solche Anbieter, die eindeutig nachweisen können, dass der vertriebene Strom ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammt und der dafür zusätzlich erhobene Preis in vollem Umfang in die Förderung erneuerbarer Energieträger fließt. Allerdings gibt es vier verschiedene Zertifikate, bei denen einige auch KWK Anlagen einschließen, die mit fossilen Energieträgern betrieben werden. Man sollte also genau hinsehen, was der TÜV da zertifiziert und sich nicht nur auf das Logo verlassen.
RECS
RECS (Renewable Energy Certificate System) ist ein Handelssystem, mit dem Ökostromproduzenten Klimaschutzzertifikate verkaufen und konventionelle Stromproduzenten sehr leicht Ihre Produkte „reinigen“ können. Ein reines RECS Siegel beweist also noch nicht, dass hier Ökostrom produziert wird.
Es gibt also verschiedene Zertifikate, auf die man bei einem Ökostromanbieter achten sollte. Die meisten Stromrechner im Internet weisen die Zertifikate automatisch aus, so dass man eine gute Übersicht erhält und sich einfach orientieren kann.
Bildquelle: aboutpixel.de / strom 2 © N N


Mai 16th, 2011
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